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Wirkungsweise

In null Komma nichts von Trockeneis zu Gas

Trockeneis ist die feste Form von Kohlendioxid, abgekürzt C02.Flüssiges C02 wird entweder in Gasflaschen bei Umgebungstemperatur unter 60 bar Druck oder in vakuumisolierten Tanks bei -20 °C unter 20 bar Druck gelagert. Wenn C02 aus der Flüssigphase expandiert, bildet sich feiner Schnee. Trockeneis ist im Aussehen Wassereis sehr ähnlich, hat aber sehr unterschiedliche Eigenschaften.

  • Trockeneis enthält kein Wasser.
  • Seine Temperatur bleibt konstant auf -78,5 °C.
  • Wenn Energie zugeführt wird (z.B. Wärme oder Energie, die durch einen Aufprall freigesetzt wird), geht das Trockeneis übergangslos in den gasförmigen Zustand über, ohne zuvor flüssig zu werden. Dies macht besondere Entsorgungsmaßnahmen überflüssig, wodurch Sie Geld sparen.
  • Kohlendioxid wird als nicht giftig eingestuft.
  • Es ist außerdem nicht entflammbar.
  • Das Gas verhält sich wie eine inerte Substanz. Dies bedeutet, dass es zu keiner chemischen Reaktion mit der Umgebung kommt.
  • Während des gesamten Reinigungsprozesses
  • gibt es keine Flüssigphase.

Ein überzeugendes Zusammenspiel von erstaunlichen Wirkungen.

Wie das Trockeneisstrahlen funktioniert:

Strahlreinigung mit Trockeneispellets basiert auf dem Zusammenspiel von vier Wirkungsmechanismen:

1 Versprödung
Organische Materialien verhärten und verspröden unter dem Einfluss von Kälte.
Dies vermindert ihre Elastizität und ihre Haftfähigkeit und vereinfacht das Entfernen.

2 Thermischer Schock
Die plötzliche, punktuelle Abkühlung erzeugt durch unterschiedliche Ausdehnungs-koeffizienten erhebliche Spannungen im Zwischenbereich. Dadurch wird der Verbund zwischen der Schmutzschicht und dem Untergrund gelockert.

3 Aufprall
Die kinetische Aufprallenergie – die aus der Masse der Trockeneispartikel und deren Geschwindigkeit entsteht – wird in eine abschleifende Reinigungsenergie verwandelt.

4 Explosive Sublimation
Die Aufprallenergie und die Übertragung von Wärme von der relativ warmen, zu reinigenden Oberfläche auf das sehr kalte Granulat bewirken, dass das feste Kohlendioxid fast augen-blicklich in den gasförmigen Zustand sublimiert. Dieser Prozess wird von einer 500-fachen Vergrößerung des Volumens begleitet; durch diese faktische Mikroexplosion des Kohlendioxids wird die Verschmutzung, die bereits gelockert wurde, entfernt und vom Druckluftstrahl fortgetragen.

Die Ergebnisse

die mit Trockeneisstrahlen erzielt werden können, hängen von den folgenden Faktoren ab:

• Strahldruck
• Düse (erhältlich in verschiedenen Formen)
• Eigenschaften der Verschmutzung, die entfernt werden soll
• Material, Temperatur und Oberflächenstruktur des Untergrundes

Das Verhältnis zwischen den oben genannten Faktoren bestimmt den Erfolg.

  2018 Walter K. Ullmann